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Peace and Security
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Unser Europa achtet und garantiert in allen Bereichen den Grundsatz der Gleichheit aller Bürgerinnen und Bürger in ihrer Verschiedenheit.


Europa anerkennt und garantiert das Recht von Männern und Frauen auf einen gleichen Status und dessen tatsächliche Wirksamkeit als einen Grundwert. Er bezieht sich auf alle Bereiche der Politik, der Wirtschaft und des gesellschaftlichen und privaten Lebens ebenso wie auf die sexuelle Orientierung.


Jeder Bürger und jede Bürgerin nehmen gleichberechtigt am politischen Leben teil. Die öffentlichen Institutionen führen Pflichtverfahren ein, um eine gleiche Teilhabe von Frauen und Männern in den Institutionen, den Führungsgremien und in den politischen und gesellschaftlichen Gremien zu erreichen.


Alle öffentlichen Institutionen sichern Frauen gegen jede Form des Patriarchats die Menschenrechte und Freiheiten. Jede Frau wird in jedem Land die freie Selbstbestimmung über ihren Körper genießen, namentlich das Recht auf Schwangerschaftsabbruch, auf Verhütung, auf frei gewählte Mutterschaft und auf selbstbestimmte künstliche Befruchtung. Jede Frau erhält das Recht, selber zu entscheiden, wie sie ihr Privatleben gestalten will (Zölibat, Ehe, Konkubinat, Scheidung). Die Institutionen sind verpflichtet, gegen jede Form des Patriarchats auftreten.


Die öffentlichen Institutionen ergreifen bzw. fördern alle Initiativen, die darauf gerichtet sind, sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder innerhalb und außerhalb der Familie zu unterbinden, und ermutigen jedes Land, ein Rahmengesetz gegen solche Gewalt und entsprechende Durchsetzungsmittel zu beschließen.

Europa ist gegen die Kommerzialisierung der sexuellen Beziehungen und garantiert Prostituierten ihre Bürgerrechte.



Jeder Mensch, der sich dauerhaft auf dem Gebiet Europas niederlässt, erhält seine Staatsbürgerschaft mit allen entsprechenden Rechten.


Europa anerkennt den Grundsatz der Freiheit der Niederlassung und der Zirkulation von Personen als universelles Recht. Das Asylrecht ist garantiert.


Die öffentlichen Institutionen verpflichten sich, den Menschenhandel und die Sklaverei in all ihren Formen zu unterbinden.



Europa handelt entschlossen gegen jede Form von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, sexueller Diskriminierung und Diskriminierung auf Grund vermuteter oder realer Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft oder weltanschaulichen Richtung.


Europa bekräftigt die Laizität der öffentlichen Institutionen. Es sichert allen Bürgerinnen und Bürgern, gleich welcher Herkunft, Anschauung oder welchen Glaubens, Würde und Gewissensfreiheit sowie die freie individuelle und kollektive Ausübung ihrer Religion – bei Respektierung der Rechte aller Bürgerinnen und Bürger.



Alle Völker haben das Recht auf Selbstbestimmung, bei Garantie der Grundrechte für jede und jeden Einzelnen.


Jeder Mensch, der einer nationalen Minderheit angehört, hat das Recht sich frei zu entscheiden, als solche/r behandelt zu werden, ohne dass ihm oder ihr aus dieser Entscheidung und ihrer realen Umsetzung Nachteile erwachsen.


Die öffentlichen Schulen respektieren die Muttersprache der Schülerinnen und Schüler und Studierenden und nehmen Rücksicht auf sie; ihre Unterrichtung wird gefördert.


Die öffentlichen Institutionen tragen durch ihr eigenes Verhalten dazu bei, dass materielle, kulturelle, symbolische und sprachliche Barrieren zwischen den Völkern abgebaut werden.

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